Wer kann helfen

Wenn Sie sich engagieren möchten, sollten Sie sich vorab folgende Fragen beantworten, um die für Sie passende Aufgabe zu finden:

 

  • Was ist meine Motivation für mein Engagement?
  • Wie viel Zeit möchte ich investieren?
  • Wie lange möchte ich mich engagieren?
  • Wo liegen meine Interessen und Kenntnisse?
  • Wo liegen meine körperlichen und psychischen Grenzen?

Die Begleitung von Flüchtlingen sollte – wie jede ehrenamtliche Tätigkeit – regelmäßig und über einen längeren Zeitraum erfolgen, sodass beide Seiten die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen und sich aufeinander einzustellen. Auch wenn Sie nur wenig freie Zeit zur Verfügung haben, lassen sich in Absprache mit den anderen Ehrenamtlichen sicherlich geeignete Betätigungsfelder für Sie finden.

 

Diese Voraussetzungen sollten Sie mitbringen:

 

  • Offenheit für andere Kulturen und Verhaltensweisen
  • Verständnis für Menschen in einer Fluchtsituation, die alles verloren haben und aus ihrer Kultur herausgerissen wurden
  • Hilfsbereitschaft Durchsetzungsvermögen und Beharrlichkeit, zum Beispiel gegenüber Behörden
  • Organisatorische Fähigkeiten
  • Teamgeist, da Sie in der Regel ein Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind
  • Viel Geduld, denn nicht alles geht sofort

 

 

Wo ist ehrenamtliche Hilfe sinnvoll?

 

Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, schließen sich dafür in den überwiegenden Fällen in einer Initiative, einem Freundeskreis, einem Verein oder einem anderen Netzwerk zusammen. Im Bereich der Flüchtlingshilfe gibt es eine Vielzahl von Einsatzgebieten und Tätigkeitsfeldern, die mit unterschiedlichen Anforderungen verbunden sind.

 

Besonders geeignet für ein ehrenamtliches Engagement sind unter anderem folgende Bereiche:

 

  • erste örtliche Orientierung (zum Beispiel Einkaufs- möglichkeiten)
  • Sprachkurs-Angebote
  • Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe
  • Organisation und Betreuung von Kinderspielgruppen
  • Freizeitgestaltung (Unterstützung bei der Anmeldung in einem Sportverein oder Ausflüge in die nähere Umgebung)
  • Fahrdienste (zum Beispiel zu Ärzten oder Behörden)
  • Fahrradunterricht, Fahrräder reparieren
  • Organisation und Verwaltung von Spendengeldern
  • Organisation von Kunstprojekten, WerkstättenHandarbeitskursen
  • weitere Angebote wie die Organisation einer Teestube, ein Begegnungskochen oder ein Treffpunkt für Frauen

 

Eines der größten Probleme sind die mangelnden Sprachkenntnisse der Flüchtlinge. Eine große Hilfe ist es daher, sie beim Ausfüllen der Formulare zu unterstützen und die Dokumente zu übersetzen. Hilfreich sind gute Dolmetscherinnen und Dolmetscher zudem auch bei Behördengängen oder im Krankheitsfall.

(Quelle: Handbuch für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in BW | Herausgeber: Staatsministerium BW)

Worin sich das persönliche Engagement ausdrückt - wie wir bereits voranstehend gesehen haben - ist das Resultat eines individuellen Entscheidungsprozesses.

Organisatorisch läßt sich die Hilfe idealerweise mit einem Flüchtlingsarbeitskreis umsetzen.