Arbeit für Flüchtlinge

Um Flüchtlinge nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren, ist die Begleitung durch Ehrenamtliche hilfreich.


Sie können die Flüchtlinge darin unterstützen,

  • ihre Sprachkompetenz zu verbessern,
  • sich im deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zurechtzufinden,
  • Zeugnisse und Berufsabschlüsse anerkennen zu lassen,
  • Bewerbungen zu schreiben,
  • Vorstellungsgespräche vorzubereiten,
  • sich der räumlichen Einschränkung bei der Arbeits-
  • suche durch Residenzpflicht und Wohnsitzauflage zu stellen.

Für Ehrenamtliche, die sich in diesem Bereich weiterbilden wollen, bietet das Projekt BIQ (Beratung, Information, Qualifizierung) ein Modul mit folgendem Inhalt an:

  •  Zugang zu Bildung
  • Anerkennung von Zeugnissen und Berufsabschlüssen
  • Ausbildung
  • Arbeitsmarkt
  • Anerkennung von Abschlüssen etc.

Weitere Informationen: www.biq.fluechtlingsrat-bw.de


Kann man Flüchtlinge ehrenamtlich oder geringfügig beschäftigen?


Solange noch keine Arbeitserlaubnis vorliegt, können Asylsuchende ehrenamtlich bei kommunalen oder gemeinnützigen Trägern arbeiten. Erlaubt sind maximal 20 Wochenstunden im Monat mit einem Stundenlohn von 1,05 Euro. Es müssen Arbeiten sein, „die nur stundenweise verrichtet werden und kein Arbeitsverhältnis nach arbeitsrechtli- chen Kriterien begründen“. Zudem ist die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten nur zulässig, soweit die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde.

Ehrenamtliche Einsatzmöglichkeiten:

  • bei Wohlfahrtsverbänden wie dem Deutschen Roten Kreuz, zum Beispiel in der Kleiderkammer
  • beim Ausfahren von „Essen auf Rädern“
  • in den Gemeinschaftsunterkünften oder Bürger- häusern als Unterstützung für Hausmeistertätigkeiten, für gemeinnützige Veranstaltungen oder bei der Kinderbetreuung

(Quelle: Handbuch für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in BW | Herausgeber: Staatsministerium BW)