Familiennachzug

Bitte beachten Sie aktuelle Gesetzesänderungen!

Das Grundgesetz stellt Ehe und Familie unter einen besonderen Schutz. Das Recht, Ehepartner oder Kinder aus dem Fluchtland nachkommen zu lassen, haben jedoch nur Personen mit einem Aufenthaltstitel (zum Beispiel anerkannte Flüchtlinge). Menschen, die etwa wegen einer schweren Erkrankung vorübergehend nicht abgeschoben werden können und nur eine Duldung haben, besitzen kein Recht auf Familiennachzug.

 

Voraussetzungen für den Familiennachzug:

  • Es liegt kein Ausweisungsgrund vor.
  • Besitz einer Niederlassungserlaubnis, einer Aufenthaltserlaubnis, einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU oder einer Blauen Karte EU.
  • Es ist ausreichender Wohnraum für die Familie vorhanden.
  • Der Lebensunterhalt der Familienangehörigen, inklusive Krankenversicherung, ist aus eigenen Mitteln gesichert.

 

Bei Asylberechtigten und politischen Flüchtlingen kann hierauf verzichtet werden, wenn der Antrag auf Familienzusammenführung bei der deutschen Auslandsvertretung innerhalb von drei Monaten nach Anerkennung gestellt wird. In diesem Fall muss auch kein ausreichender Wohnraum nachgewiesen werden.

 

Der DRK-Suchdienst berät und unterstützt in Deutschland lebende Flüchtlinge in allen Fragen einer Familienzusammenführung und hilft bei der weltweiten Suche nach Angehörigen. Informationen über das kostenlose Serviceangebot gibt es in zehn Sprachen unter www.drk-suchdienst.de.

Unterstützung beim Thema Familiennachzug erhalten Flüchtlinge auch in den Flüchtlingsberatungsstellen von Diakonie und Caritas.

(Quelle: Handbuch für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in BW | Herausgeber: Staatsministerium BW)